Fahrzeugfotos, die verkaufen: Bildliste mit 25 Motiven

A21 Team··13 Min. Lesezeit

Fahrzeugfotos, die verkaufen: mindestens 25 Handybilder im Querformat nach fester Bildliste. Bei mobile.de macht die Bildqualität 40 % des Scores aus.

Im Vordergrund liegen scharf 25 glänzende Fotoabzüge in einem ordentlichen Raster aus fünf mal fünf Bildern auf einem weißen Leuchttisch. Jedes Foto zeigt eine andere Ansicht desselben Autos: Schrägansicht von vorne, Seite, Heck, Armaturenbrett, Sitze, Felge und einen kleinen Lackkratzer. Dahinter steht leicht unscharf genau dieses rote Stufenheckauto allein, schräg von hinten und leicht von oben aufgenommen. Es steht auf einem hellgrau gefliesten Vorplatz vor der Glasfassade eines Autohauses, bei weichem, gleichmäßigem Morgenlicht.
Illustration: A21

Fahrzeugfotos, die verkaufen, machen Sie als Autohändler mit dem Handy, indem Sie jedes Fahrzeug nach derselben Bildliste fotografieren: mindestens 25 Bilder im Querformat bei gutem Licht, in fester Reihenfolge von der Schrägansicht vorne bis zu den Mängeln. Wenn aus diesen Fotos ohne eigenen Dreh auch Videos für Instagram, Facebook, TikTok und YouTube entstehen sollen, empfehlen wir A21 Social, ab 29 € im Monat zzgl. MwSt.. Hinweis: Herausgeber dieses Leitfadens ist A21 Social.\n\n| Schritt | Was Sie tun | Worauf es ankommt |\n|---|---|---|\n| Vorbereiten | Fahrzeug aufbereiten, festen Fotoplatz wählen | Ruhiger Hintergrund, kein Schnee, keine Saisondeko |\n| Fotografieren | Bildliste mit 25 Motiven abarbeiten | Querformat, gutes Licht, hohe Auflösung |\n| Sortieren | Schrägansicht von vorne als erstes Bild | Das erste Bild prägt den ersten Eindruck |\n| Hochladen | Bilder ohne Logo, Störer oder Telefonnummer ins Inserat laden | AutoScout24 rät von solchen Einblendungen ab |\n| Prüfen | Score im mobile.de-Qualitäts-Check ansehen | Bildqualität macht 40 % des Scores aus |\n\n## Was brauchen Sie, bevor Sie Autos fotografieren?\n\nSie brauchen ein Smartphone mit sauberer Linse, ein aufbereitetes Fahrzeug, einen festen Fotoplatz mit ruhigem Hintergrund und eine Bildliste, die jeder im Team auf dieselbe Weise abarbeitet. Eine bestimmte Kamera schreiben mobile.de und AutoScout24 nicht vor; bewertet werden Licht, Blickwinkel und Auflösung.\n\nMaßstab für Ihre Fotos ist vor allem der Qualitäts-Check von mobile.de. Dabei handelt es sich um eine automatische KI-Bewertung Ihres Inserats, die mobile.de registrierten Händlern seit dem 2. Februar 2026 kostenlos im Händlerbereich anbietet. Laut mobile.de-CSO Florian Baur haben Inserate mit hohem Score bessere Chancen auf eine sichtbarere Platzierung in der Suche (sinngemäß wiedergegeben).\n\nVom Gesamtscore entfallen 40 Prozent auf die Bildqualität und 20 Prozent auf die Anzahl der Bilder. Mit Ihren Fotos bestimmen Sie also mehr als die Hälfte. 30 Prozent entfallen auf die Fahrzeugattribute, 10 Prozent auf die Länge der Beschreibung. Für die Bildqualität sollen die Fotos laut mobile.de „hochauflösend und bei guten Lichtverhältnissen aus relevanten Blickwinkeln erstellt worden sein“.\n\nAuch für Käufer sind die Bilder entscheidend. Laut einer AutoScout24-Umfrage sehen sich 94 % der Befragten Inserate ohne Bild gar nicht erst an, ebenso viele legen Wert auf eine hohe Fotoqualität. Befragt wurden im Februar und März 2021 insgesamt 836 Personen, die aktiv ein Fahrzeug suchten.\n\nLegen Sie vor dem ersten Foto Folgendes bereit:\n\n- ein Smartphone mit geputzter Linse, in den Kameraeinstellungen auf höchste Auflösung gestellt\n- ein innen und außen aufbereitetes Fahrzeug, ohne Schnee und ohne saisonale Dekoration\n- einen festen Fotoplatz mit ruhigem Hintergrund, bei Bedarf überdacht\n- den Fahrzeugschlüssel, damit Radio und Navigation für die Innenraumbilder eingeschaltet sind\n- die Bildliste aus diesem Beitrag, ausgedruckt oder auf dem Handy\n- Ihren Zugang zum mobile.de-Händlerbereich, um den Score direkt nach dem Hochladen zu prüfen\n\n## Wie gelingen Fahrzeugfotos, die verkaufen? Schritt für Schritt mit dem Handy\n\nFahrzeugfotos, die verkaufen, entstehen, wenn Sie jedes Fahrzeug am selben Platz, bei gutem Licht und im Querformat nach einer festen Bildliste mit 25 Motiven fotografieren. Mindestens so viele Bilder empfiehlt mobile.de für den Höchstwert bei der Bildanzahl; die Liste unten deckt sie vollständig ab.\n\nEine offizielle Reihenfolge der Bilder gibt mobile.de nach unserer Recherche nicht vor. Für professionelle Fahrzeugfotos empfehlen wir folgende Reihenfolge: zuerst das Titelbild, dann Außenansichten, Innenraum, Details und Unterlagen, zum Schluss die Mängel.\n\n| Nr. | Motiv | Hinweis |\n|---|---|---|\n| 1 | Schrägansicht vorne links (Titelbild) | Felgen leicht zur Kamera drehen |\n| 2 | Front gerade | Räder gerade stellen |\n| 3 | Seite links | Räder gerade, ganzes Fahrzeug im Bild |\n| 4 | Schrägansicht hinten links | Felgen leicht zur Kamera |\n| 5 | Heck gerade | Räder gerade |\n| 6 | Schrägansicht hinten rechts | Felgen leicht zur Kamera |\n| 7 | Seite rechts | Räder gerade |\n| 8 | Schrägansicht vorne rechts | Felgen leicht zur Kamera |\n| 9 | Felge und Reifen vorne | Nahaufnahme |\n| 10 | Scheinwerfer und Frontpartie | Nahaufnahme |\n| 11 | Motorraum | mit Blitz |\n| 12 | Kofferraum geöffnet | mit Blitz |\n| 13 | Cockpit durch die geöffnete Fahrertür | Lenkrad gerade |\n| 14 | Kombiinstrument mit Kilometerstand | Zündung an |\n| 15 | Mittelkonsole mit Radio und Navigation | Geräte eingeschaltet |\n| 16 | Lenkrad und Bedienelemente | Lüftungsschlitze gerade |\n| 17 | Fahrersitz | alle Sitze in derselben Position |\n| 18 | Beifahrerseite | von der Beifahrertür aus |\n| 19 | Rücksitzbank | Gurte ordentlich verlegt |\n| 20 | Dachhimmel oder Schiebedach | nur in sauberem Zustand |\n| 21 | Ausstattungsdetail, etwa Rückfahrkamera | passend zum Inseratstext |\n| 22 | Ausstattungsdetail, etwa Anhängerkupplung | passend zum Inseratstext |\n| 23 | Schlüssel und Serviceheft | auf neutraler Fläche |\n| 24 | Mangel als Nahaufnahme | Kratzer, Delle, Verschleiß |\n| 25 | Mangel in der Übersicht | zeigt die Lage am Fahrzeug; ohne Mangel: Reifenprofil |\n\n### 1. Stellen Sie das Fahrzeug an einen festen Fotoplatz\n\nWählen Sie einen Platz mit ruhigem Hintergrund, etwa eine freie Hauswand oder eine leere Fläche auf dem Hof, und nutzen Sie ihn für jedes Fahrzeug. AutoScout24 nennt gute Lichtverhältnisse, einen ansprechenden Hintergrund und eine hohe Bildauflösung als Merkmale guter Inseratsfotos. Mit einem festen Platz wirkt Ihr Bestand in den Inseraten einheitlich.\n\n### 2. Prüfen Sie das Licht, bevor Sie anfangen\n\nmobile.de bewertet, ob die Fotos bei guten Lichtverhältnissen entstanden sind. Das Fahrzeug sollte gleichmäßig ausgeleuchtet sein, ohne harte Schatten und ohne Spiegelungen von Gebäuden auf Lack und Scheiben. Eine feste Uhrzeit nennen die Quellen nicht. Machen Sie deshalb ein Probefoto und prüfen Sie es auf dem Display in voller Größe.\n\n### 3. Halten Sie das Handy quer und richten Sie die Räder aus\n\nAutoScout24 empfiehlt Bilder im Querformat, die das Fahrzeug von allen Seiten und in Detailansichten zeigen. Laut dem AutoScout24-Foto-Guide von 2020 drehen Sie bei Schrägansichten die Felgen leicht zum Fotografen, bei Front, Seite und Heck stellen Sie die Räder gerade. Halten Sie das Handy bei allen Außenaufnahmen auf derselben Höhe.\n\n### 4. Fotografieren Sie das Titelbild als Schrägansicht von vorne\n\nAutoScout24 schreibt: „Das erste Bild ist das wichtigste. Denn damit prägen Sie den ersten Eindruck des Interessenten von Ihrem Fahrzeug.“ Wir empfehlen dafür die Schrägansicht von vorne, weil sie Front und Seite gleichzeitig zeigt. Machen Sie mehrere Aufnahmen und verwenden Sie die schärfste.\n\n### 5. Gehen Sie einmal rund um das Fahrzeug\n\nDie Bilder 2 bis 8 der Liste fotografieren Sie in einem Rundgang: Front, Seite, Schrägansichten und Heck. So vergessen Sie keine Seite, und alle im Team fotografieren in derselben Reihenfolge. Das ganze Fahrzeug muss im Bild sein, ohne angeschnittene Stoßstange oder Spiegel.\n\n### 6. Fotografieren Sie den Innenraum in Grundstellung\n\nRichten Sie Lenkrad und Lüftungsschlitze gerade aus, bringen Sie alle Sitze in dieselbe Position und schalten Sie Radio und Navigation ein, wie es der Foto-Guide von AutoScout24 empfiehlt. Für den Kilometerstand schalten Sie die Zündung ein. Räumen Sie vorher alles aus, was nicht zum Fahrzeug gehört, etwa Parkscheiben oder Werkstattzettel.\n\n### 7. Fotografieren Sie Motorraum und Kofferraum mit Blitz\n\nMotorraum und Kofferraum fotografieren Sie laut Foto-Guide mit Blitz, weil diese Bereiche sonst zu dunkel werden. Danach folgen Schlüssel, Serviceheft und die Ausstattungsdetails, die Sie im Inseratstext nennen, damit Bilder und Beschreibung zusammenpassen.\n\n### 8. Zeigen Sie Mängel offen\n\nFotografieren Sie jeden Kratzer, jede Delle und jede sichtbare Verschleißstelle einmal aus der Nähe und einmal in der Übersicht. Nach § 434 Abs. 3 BGB gehört zur üblichen Beschaffenheit auch, was der Käufer aufgrund öffentlicher Äußerungen des Verkäufers, insbesondere in der Werbung, erwarten kann. Weil Inseratsfotos Werbung für das Fahrzeug sind, haben Mängel in unserer Bildliste einen festen Platz.\n\n### 9. Laden Sie die Bilder in fester Reihenfolge hoch und prüfen Sie den Score\n\nLaden Sie die Bilder in der Reihenfolge der Liste hoch, ohne nachträglich Logos, Störer oder Telefonnummern einzufügen; laut AutoScout24 lenken solche Einblendungen nur ab. Bei AutoScout24 sind 50 Bilder pro Inserat kostenlos, Sie haben also Platz für Zusatzbilder. Öffnen Sie danach den Qualitäts-Check im mobile.de-Händlerbereich. Wie Sie die übrigen Kriterien auf 100 % bringen, zeigt unser Beitrag mobile.de-Qualitäts-Check: So erreichen Händler 100 %.\n\n## Wie lange dauern Händlerfotos und was kosten sie?\n\nMit dem Handy kosten Händlerfotos vor allem Arbeitszeit. Der Qualitäts-Check von mobile.de ist kostenlos, und auch für Inseratsbilder bei AutoScout24 zahlen Sie nichts extra.\n\nWie lange Sie pro Fahrzeug brauchen, hängt von Ihrem Fotoplatz und Ihrer Übung ab; belastbare Zahlen dazu lagen uns nicht vor. Die Bildliste spart vor allem Nacharbeit: Wer jedes Mal dieselben 25 Motive in derselben Reihenfolge fotografiert, muss nicht nachfotografieren, weil ein Blickwinkel fehlt.\n\n| Posten | Kosten | Hinweis |\n|---|---|---|\n| Smartphone und Bildliste | keine zusätzlichen Kosten, wenn ein Handy vorhanden ist | Ihre Arbeitszeit |\n| mobile.de-Qualitäts-Check | kostenlos für registrierte Händler | seit dem 2. Februar 2026 im Händlerbereich |\n| Bilder bei AutoScout24 | 50 Bilder pro Inserat kostenlos | gilt für alle Händlerinserate |\n| KI-Bildbearbeitung, z. B. Car Photography AI | Preis in der Quelle nicht genannt | erkennt die Perspektive, erzeugt Schatten, tauscht Hintergründe aus |\n| A21 Social (Videos aus Ihren Inseratsfotos) | Starter 29 €, Pro 79 €, Enterprise 149 € im Monat zzgl. MwSt. | Stand: 27. Oktober 2026 |\n\nLaut AUTOHAUS kann Car Photography AI „sowohl beim Fotografieren direkt eingebunden als auch zur Massenverarbeitung großer Bildmengen genutzt werden“. Wo die rechtlichen Grenzen solcher Bearbeitungen liegen, lesen Sie im Abschnitt zu den häufigsten Fehlern.\n\nDie Fotos wirken sich auch auf die Kosten Ihres Bestands aus, weil bessere Inserate schneller zu Anfragen führen können. Was ein zusätzlicher Standtag kostet und wie Sie gegensteuern, lesen Sie in Standtage reduzieren: 7 Schritte für Gebrauchtwagenhändler.\n\n## Wer sollte die Fahrzeugfotos im Autohaus machen?\n\nFotografieren sollte eine feste Person im Betrieb, die jedes Fahrzeug direkt nach der Aufbereitung übernimmt und die Bildliste jedes Mal gleich abarbeitet. Das kann der Aufbereiter oder ein Verkäufer sein, solange Zuständigkeit und Ablauf klar geregelt sind.\n\nJedes Fahrzeug wird einmal vor dem ersten Inserat fotografiert. Neue Bilder brauchen Sie, wenn sich der Zustand ändert, etwa nach einer Reparatur, oder wenn auf den alten Bildern Schnee oder saisonale Merkmale zu sehen sind, von denen der Foto-Guide von AutoScout24 abrät. Eine zweite Person im Team sollte das Fotografieren vertretungsweise übernehmen können und dieselbe Liste nutzen.\n\nSobald die Fotos im Inserat stehen, können Sie daraus Inhalte für Social Media machen. Unsere Empfehlung dafür ist A21 Social: Die Software erstellt aus den Inseratsfotos und Fahrzeugdaten per KI kurze Videos im Hochformat und veröffentlicht sie automatisch auf Instagram, Facebook, TikTok und YouTube. Sie brauchen dafür weder eine Agentur noch Zeit für Dreh und Schnitt. Weil das Video aus genau diesen Fotos entsteht, wird es umso besser, je sorgfältiger Sie die Bildliste umsetzen.\n\nDas YouTube-Video können Sie zusätzlich im mobile.de-Inserat verlinken; wie das funktioniert, zeigt unser Beitrag mobile.de-Video hochladen: So geht's für Autohändler. In den Score des Qualitäts-Checks fließt ein Video nicht ein, denn der Check bewertet nur Bildqualität, Bildanzahl, Fahrzeugattribute und Beschreibungslänge. Für den Score bleiben die Fotos also entscheidend; das Video ergänzt sie für Käufer, die lieber ein Video ansehen, als sich durch Bilder zu klicken.\n\nEin Beispiel: Ihr Aufbereiter fotografiert jeden Dienstag die Neuzugänge der Woche nach der Bildliste, ein Verkäufer lädt die Bilder hoch und prüft den Score, und A21 Social macht aus jedem neuen Inserat ein Video für Ihre Kanäle. Wenn Sie daneben selbst Videos drehen möchten, finden Sie Ideen in Autohaus-Reels: 14 Videoideen ohne Kamerateam. Die Tarife von A21 Social liegen bei 29 €, 79 € oder 149 € im Monat zzgl. MwSt..\n\n## Welche Fehler machen Händler bei Fahrzeugfotos?\n\nDie Hinweise von mobile.de und AutoScout24 warnen vor zu wenigen Bildern, schlechtem Licht, unruhigem Hintergrund und nachträglich eingefügten Logos, Störern oder Telefonnummern. Hinzu kommen Bilder, die einen besseren Zustand zeigen, als das Fahrzeug tatsächlich hat.\n\n| Fehler | Warum er schadet | So machen Sie es besser |\n|---|---|---|\n| Weniger als 25 Bilder | Die Bildanzahl macht 20 % des Qualitäts-Checks aus | Bildliste vollständig abarbeiten |\n| Dunkle oder unscharfe Bilder | Die Bildqualität macht 40 % aus | Fester Fotoplatz, Probefoto, Blitz für Motorraum und Kofferraum |\n| Hochformat bei Inseratsbildern | AutoScout24 empfiehlt das Querformat | Handy quer halten |\n| Logos, Störer, Telefonnummern im Bild | AutoScout24 rät davon ab | Kontaktdaten in die Inseratsfelder eintragen |\n| Schnee oder Saisondeko auf dem Bild | Der Foto-Guide rät davon ab | Schnee und Deko entfernen, überdacht fotografieren |\n| Schiefe Räder, verstellte Sitze | Wirkt unruhig; der Foto-Guide gibt eine Grundstellung vor | Räder und Lenkrad ausrichten, Sitze gleich einstellen |\n| Mängel weggelassen oder wegretuschiert | Inseratsbilder können öffentliche Äußerungen im Sinne von § 434 BGB sein | Jeden Mangel aus der Nähe und in der Übersicht zeigen |\n\nZum letzten Punkt heißt es in § 434 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 BGB, dass die Sache eine Beschaffenheit aufweisen muss, die der Käufer unter anderem aufgrund „der öffentlichen Äußerungen, die von dem Verkäufer […] insbesondere in der Werbung oder auf dem Etikett, abgegeben wurden“ erwarten kann. Inseratsfotos, die eine Ausstattung oder einen Zustand zeigen, den das Fahrzeug nicht hat, können deshalb für die Gewährleistung relevant sein.\n\nNach Satz 3 derselben Vorschrift ist der Verkäufer an solche Äußerungen nicht gebunden, „wenn die Äußerung im Zeitpunkt des Vertragsschlusses in derselben oder in gleichwertiger Weise berichtigt war oder wenn die Äußerung die Kaufentscheidung nicht beeinflussen konnte“. Der Gesetzestext unterscheidet dabei nicht danach, ob ein Bild mit KI bearbeitet wurde, etwa durch einen ausgetauschten Hintergrund. Dieser Abschnitt gibt den Gesetzestext wieder und ersetzt keine Rechtsberatung.\n\nWie KI im Autohaus darüber hinaus eingesetzt wird und wo die Entscheidung beim Menschen bleibt, beschreibt unser Beitrag KI im Autohaus: Was Autohändler 2026 wissen müssen.\n\n## Woran erkennen Sie, dass die neuen Fotos wirken?\n\nOb die neuen Fotos wirken, sehen Sie sofort am Score im mobile.de-Qualitäts-Check und nach etwa einem Monat an den Aufrufen und Anfragen in den Statistiken von mobile.de und AutoScout24. Vergleichen Sie dafür Fahrzeuge, die nach der neuen Bildliste fotografiert wurden, mit ähnlichen Fahrzeugen aus der Zeit davor.\n\nIm Qualitäts-Check achten Sie zuerst auf die Teilwerte für Bildqualität und Bildanzahl, die zusammen 60 Prozent des Scores ausmachen (40 Prozent Bildqualität, 20 Prozent Bildanzahl). Erreicht die Bildqualität nicht den Höchstwert, prüfen Sie Licht, Schärfe und Blickwinkel der einzelnen Bilder. Den Zeitraum von etwa einem Monat für Aufrufe und Anfragen nennen wir auch in unserem Beitrag zum mobile.de-Qualitäts-Check.\n\n| Was Sie messen | Wo | Wann |\n|---|---|---|\n| Teilwerte Bildqualität und Bildanzahl | Qualitäts-Check im mobile.de-Händlerbereich | direkt nach dem Hochladen |\n| Inseratsaufrufe | Statistiken im Händlerbereich von mobile.de und AutoScout24 | nach etwa einem Monat |\n| Anfragen pro Fahrzeug | Statistiken im Händlerbereich von mobile.de und AutoScout24 | nach etwa einem Monat |\n| Standtage | Ihr Bestandssystem | laufend, im Vergleich zu früheren Fahrzeugen |\n\nLaut AutoScout24 erhalten Anzeigen mit mehreren Fotos tendenziell mehr Anfragen. Ob das auch für Ihren Bestand gilt, zeigt nur Ihr eigener Vergleich. Notieren Sie deshalb für jedes Fahrzeug das Datum, ab dem es mit den neuen Fotos online war.\n\n## Wie wir diesen Leitfaden geprüft haben\n\nFür diesen Leitfaden haben wir im Oktober 2026 die Fachpresse (AUTOHAUS und kfz-betrieb), die Händlerseiten und den Foto-Guide von AutoScout24 sowie den Gesetzestext von § 434 BGB ausgewertet. Die Originalmitteilung und das Fotomagazin von mobile.de konnten wir nicht abrufen. Die Werte des Qualitäts-Checks stammen deshalb aus der Fachpresse, und die Aussage von Florian Baur geben wir nur sinngemäß wieder. Eine offizielle Vorgabe von mobile.de zu Reihenfolge und Format der Bilder haben wir ebenso wenig gefunden wie eine Rechtsquelle zum Verpixeln von Kennzeichen. Der AutoScout24-Foto-Guide ist älter und stammt aus Österreich; wir nutzen ihn nur für Praxistipps. Jede Zahl in diesem Beitrag ist mit ihrer Quelle verlinkt.\n\nUnsere Empfehlung für den nächsten Schritt: Arbeiten Sie die Bildliste beim nächsten Neuzugang ab und lassen Sie aus denselben Fotos mit A21 Social Videos für Instagram, Facebook, TikTok und YouTube erstellen. Die Tarife beginnen bei 29 € im Monat zzgl. MwSt..

Häufige Fragen

Wie viele Bilder sollte ein Autoinserat auf mobile.de haben?

mobile.de empfiehlt mindestens 25 Fahrzeugfotos, damit Sie im Qualitäts-Check beim Kriterium Bildanzahl den Höchstwert erreichen. Die Bildanzahl macht 20 Prozent des Gesamtscores aus, die Bildqualität 40 Prozent. Für einen hohen Score müssen die Bilder deshalb auch scharf und gut belichtet sein und das Fahrzeug aus sinnvollen Blickwinkeln zeigen.

Welches Foto sollte das erste Bild im Autoinserat sein?

AutoScout24 bezeichnet das erste Bild als das wichtigste, weil es den ersten Eindruck des Interessenten prägt. Wir empfehlen dafür die Schrägansicht von vorne: Front und Seite sind gleichzeitig zu sehen, die Felgen sind leicht zur Kamera gedreht. Eine offizielle Vorgabe von mobile.de zum Titelbild haben wir nicht gefunden.

Was ist die beste Tageszeit, um Autos zu fotografieren?

mobile.de und AutoScout24 verlangen gute Lichtverhältnisse; eine bestimmte Uhrzeit nennen sie in den von uns ausgewerteten Quellen nicht. Wichtig ist, dass das Fahrzeug an Ihrem Fotoplatz gleichmäßig ausgeleuchtet ist und weder harte Schatten noch Spiegelungen zeigt. Machen Sie im Zweifel ein Probefoto und prüfen Sie es auf dem Handy in voller Größe.

Kennzeichen auf Fahrzeugfotos verpixeln: ja oder nein?

Eine Rechtsquelle, die das Verpixeln von Kennzeichen auf Inseratsfotos vorschreibt oder verbietet, lag uns für diesen Leitfaden nicht vor. AutoScout24 rät allgemein davon ab, nachträglich Logos, Störer oder Telefonnummern in die Bilder einzufügen. Ob und wie Sie Kennzeichen unkenntlich machen, klären Sie im Zweifel mit Ihrem Rechtsberater.

Darf man Fahrzeugfotos mit KI bearbeiten oder den Hintergrund tauschen?

Laut AUTOHAUS kann Software wie Car Photography AI von Picture Instruments die Perspektive erkennen, Schatten erzeugen und Hintergründe austauschen. Ein Verbot des Hintergrundtauschs nennen die von uns ausgewerteten Quellen nicht. Nach § 434 BGB können öffentliche Äußerungen des Verkäufers in der Werbung beeinflussen, welche Beschaffenheit der Käufer erwarten darf. Relevant ist das bei Bildern, die eine Ausstattung oder einen Zustand zeigen, den das Fahrzeug nicht hat.

Auto fotografieren im Winter oder bei Regen: Was ist zu beachten?

Der Foto-Guide von AutoScout24 rät, Schnee und saisonale Merkmale auf den Bildern zu vermeiden. Für Regen nennen die Quellen keine eigene Regel; sie verlangen allgemein gute Lichtverhältnisse und eine hohe Auflösung. Befreien Sie das Fahrzeug von Schnee und weichen Sie bei schlechtem Wetter auf einen hellen, überdachten Platz aus.

Fahrzeugfotos im Quer- oder Hochformat für mobile.de und AutoScout24?

AutoScout24 empfiehlt für Inseratsbilder das Querformat. Eine offizielle Formatvorgabe von mobile.de haben wir nicht gefunden, deshalb ist die Bildliste in diesem Leitfaden durchgehend auf das Querformat ausgelegt. Das Hochformat nutzen Sie für Videos in Reels, TikTok und Stories.

Müssen Kratzer und Mängel im Inserat fotografiert werden?

Eine ausdrückliche Pflicht, Mängel zu fotografieren, enthält § 434 BGB nicht. Nach § 434 Abs. 3 BGB gehört zur üblichen Beschaffenheit aber auch, was der Käufer aufgrund öffentlicher Äußerungen des Verkäufers, etwa in der Werbung, erwarten kann. Für die Bewertung im Einzelfall wenden Sie sich an Ihren Rechtsberater.

Wie viele Fotos darf man bei AutoScout24 hochladen?

Bei AutoScout24 können Händler in allen Inseraten 50 Fahrzeugbilder kostenlos einstellen. Laut AutoScout24 erhalten Anzeigen mit mehreren Fotos tendenziell mehr Anfragen. Mit einer Bildliste aus 25 Motiven bleibt also Platz für zusätzliche Detail- und Ausstattungsbilder.

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