Standtage reduzieren: 7 Schritte für Gebrauchtwagenhändler

A21 Team··9 Min. Lesezeit

Standtage senken Sie mit marktgerechtem Preis, vollständigen Fotostrecken, Video, schnellen Antworten und einem 30/60/90-Tage-Plan. Jeder Standtag kostet rund 25 Euro.

Eine große Sanduhr, durch die Sand rieselt, steht scharf auf einem staubigen Betonboden. Dahinter steht ein roter Kleinwagen, seitlich auf Augenhöhe aufgenommen. Eine graue Staubschutzplane ist halb von Dach und Motorhaube gezogen. Das Auto steht in einer sonst leeren Lagerhalle, in die durch hohe Fenster kühles Tageslicht fällt.
Illustration: A21

Standtage reduzieren Sie als Gebrauchtwagenhändler mit einem festen Ablauf für jedes Fahrzeug: Preis mit dem Markt abgleichen, Inserat im Qualitäts-Check von mobile.de verbessern, eine vollständige Fotostrecke und ein Video einstellen, Anfragen schnell beantworten, jedes Auto auf Social Media zeigen und nach 30, 60 und 90 Tagen handeln. Als Standtage gelten die Tage, die ein Gebrauchtwagen von der Aufnahme in Ihren Bestand bis zum Verkauf auf dem Hof steht. Jeder dieser Tage kostet laut DAT-Barometer Juni 2026 rund 25 Euro pro Pkw.

Was Sie vor dem Start brauchen

Sie brauchen eine Bestandsliste mit dem Hereinnahmedatum jedes Fahrzeugs, Zugang zu Ihren Händlerbereichen bei mobile.de und AutoScout24 sowie eine Person, die für die Inserate verantwortlich ist. Ohne Hereinnahmedatum wissen Sie nicht, welches Fahrzeug wann die nächste Stufe erreicht.

Messen Sie Ihren Bestand an den aktuellen Durchschnittswerten. Das DAT-Barometer vom Juni 2026 beruht auf 255 Online-Interviews mit Automobilhändlern vom 12. bis 29. Mai 2026 und weist folgende durchschnittliche Standtage nach Antriebsart aus:

Antrieb Durchschnittliche Standtage Quelle
Plug-in-Hybrid (PHEV) 97 Tage DAT-Barometer Juni 2026
Elektroauto (BEV) 93 Tage DAT-Barometer Juni 2026
Verbrenner 81 Tage DAT-Barometer Juni 2026

Laut DAT stehen fast 30 % aller Gebrauchtwagen länger als 90 Tage und gelten damit als Risikobestand. Übernehmen Sie diese Grenze für Ihren Betrieb: Jedes Fahrzeug, das länger als 90 Tage steht, ist ein Langsteher, über den Sie entscheiden müssen.

Außerdem benötigen Sie:

  • ein Smartphone oder eine Kamera und einen festen Fotoplatz
  • die FIN jedes Fahrzeugs für die Datenerfassung im Inserat
  • feste Zeiten, in denen jemand Anfragen beantwortet
  • Ihre Konten bei Instagram, Facebook, TikTok und YouTube

Wie Sie Standtage reduzieren: Schritt für Schritt

Sie reduzieren Standtage, indem Sie jedes Fahrzeug in derselben Reihenfolge durch sieben Schritte führen, vom Preisabgleich bei der Hereinnahme bis zur Entscheidung nach 90 Tagen. Die Schritte 1 bis 6 erledigen Sie, bevor das Auto online geht. Die Fristen aus Schritt 7 tragen Sie als Termine in Ihren Kalender ein.

1. Gleichen Sie den Preis mit dem Markt ab

Vergleichen Sie Ihren Angebotspreis vor dem Einstellen mit ähnlichen Fahrzeugen in Ihrer Region. AutoScout24 zählt „Setzen Sie den richtigen Preis“ zu seinen 7 goldenen Regeln für Händlerinserate und verweist dafür auf seine KI-gestützte Preisbewertung. Setzen Sie den Preis zu hoch an, bleibt Ihnen später nur noch der Nachlass, und bis dahin sammelt das Auto weiter Standtage.

2. Verbessern Sie Ihren Wert im mobile.de-Qualitäts-Check

Der Qualitäts-Check bewertet Ihr Inserat mit einem Wert von bis zu 100 Prozent und steht seit dem 2. Februar 2026 ohne Zusatzkosten in allen Händlerpaketen bereit. So gewichtet der Check die einzelnen Faktoren laut kfz-betrieb vom 28. Januar 2026:

Faktor Gewichtung Was Sie tun
Bildqualität 40 Prozent gut ausgeleuchtete, scharfe Fotos aufnehmen
Fahrzeugattribute 30 Prozent Ausstattung über die FIN-basierte Datenerfassung ergänzen
Anzahl der Bilder 20 Prozent mindestens 25 Fotos hochladen
Länge der Beschreibung 10 Prozent mindestens 1.000 Zeichen schreiben

mobile.de selbst spricht von bis zu 34 Prozent höherer Nachfrage und bis zu 66 Prozent mehr Inseratsaufrufen durch den Check. Wie Sie jeden Faktor einzeln verbessern, zeigt unser Beitrag mobile.de-Qualitäts-Check: So erreichen Händler 100 %.

3. Fotografieren Sie jedes Fahrzeug vollständig

Machen Sie von jedem Auto mindestens 25 Fotos, wie von mobile.de empfohlen. Bei AutoScout24 können Sie in allen Inseratstypen 50 Fahrzeugbilder kostenlos einstellen. Der AutoScout24-Fotoguide empfiehlt 4 Außenansichten, 2 Schrägansichten, Motorraum, Kofferraum, Felge und 3 Innenraumansichten. Arbeiten Sie diese Liste bei jedem Auto in derselben Reihenfolge ab, fehlt kein Motiv.

4. Laden Sie zu jedem Fahrzeug ein Video hoch

Ein Video zeigt Interessenten das ganze Fahrzeug, bevor sie anrufen oder vorbeikommen. Bei AutoScout24 können Sie laut Fotoguide in jedem Inserat ein Video hochladen. Für mobile.de laden Sie das Video auf Ihren YouTube-Kanal hoch und verlinken es im Inserat.

5. Beantworten Sie Anfragen am selben Tag

Eine weitere der goldenen Regeln von AutoScout24 lautet „Seien Sie erreichbar“, also schriftliche und telefonische Anfragen schnell zu beantworten. Legen Sie fest, wer E-Mails, Nachrichten über die Plattformen und WhatsApp-Nachrichten beantwortet und wer die Vertretung übernimmt. mobile.de hatte für April 2026 den Lead Manager Pro zur zentralen Verwaltung von Anfragen angekündigt. Prüfen Sie in Ihrem Händlerbereich, ob er Ihnen zur Verfügung steht.

6. Zeigen Sie jedes Fahrzeug auf Social Media

Veröffentlichen Sie jedes Fahrzeug als kurzes Hochformat-Video auf Instagram, Facebook und TikTok, und teilen Sie es im WhatsApp-Status. So erreichen Sie auch Menschen, die gerade nicht auf mobile.de oder AutoScout24 suchen. Ideen für Formate ohne Drehaufwand finden Sie in unserem Beitrag Autohaus-Reels: 14 Videoideen ohne Kamerateam.

7. Handeln Sie nach festen Fristen: 30, 60 und 90 Tage

Mit festen Fristen wird kein Fahrzeug unbemerkt zum Langsteher. Die letzte Frist deckt sich mit der Grenze, ab der die DAT von Risikobestand über 90 Tage spricht.

Frist Was Sie prüfen Was Sie tun
Tag 30 Aufrufe, Anfragen, Wert im Qualitäts-Check Preis erneut mit dem Markt abgleichen, Fotos und Beschreibung nachbessern
Tag 60 Anfragen seit Tag 30 Preis anpassen, Fahrzeug erneut auf Social Media zeigen
Tag 90 Verkaufschancen zum aktuellen Preis über einen Verkauf an Händler entscheiden und ihn umsetzen

Wie lange dauert es und was kostet ein Standtag?

Ein Standtag kostet laut DAT-Barometer Juni 2026 rund 25 Euro pro Pkw. Der Plan läuft je Fahrzeug höchstens 90 Tage. Die Werkzeuge für die Schritte 2 bis 4 sind bei mobile.de und AutoScout24 ohne Zusatzkosten enthalten.

Die Standkosten schwanken von Jahr zu Jahr. Im DAT-Barometer vom Oktober 2024 lag ein Standtag laut kfz-betrieb noch bei 30 Euro, nach 23 Euro im Oktober 2023. Als Kostentreiber nannte der Bericht Gebühren für Online-Börsen, Fotografie, Marketing und Finanzierungskosten.

Ein Rechenbeispiel: Steht ein Verbrenner die durchschnittlichen 81 Tage, verursacht er bei rund 25 Euro pro Tag rechnerisch etwa 2.025 Euro. Verkaufen Sie ihn nach 60 Tagen, sind es etwa 1.500 Euro. Jede um 10 Tage kürzere Standzeit spart bei diesem Satz rund 250 Euro pro Fahrzeug.

Maßnahme Kosten Quelle
mobile.de-Qualitäts-Check ohne Zusatzkosten in allen Händlerpaketen automotive.at, 28. Januar 2026
AutoScout24: 50 Bilder und 1 Video kostenlos in allen Inseratstypen AutoScout24-Fotoguide
A21 Social: Videos und Social-Media-Beiträge ab 29 € im Monat zzgl. MwSt. (Stand 21. Oktober 2026) A21 Social Preise

Wer sollte das umsetzen?

Den Plan sollte jeder Händler umsetzen, der Fahrzeuge länger als 90 Tage im Bestand hat. Verantwortlich ist am besten eine feste Person im Verkauf. Besonders dringend ist der Plan bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden: Sie stehen laut DAT im Schnitt 93 bzw. 97 Tage und damit gut 10 Tage länger als Verbrenner.

Bei der Hereinnahme erledigt diese Person Preisabgleich, Fotos, Inserat und Video. Anfragen sichtet sie täglich. Einmal pro Woche geht sie die Bestandsliste auf die Fristen nach 30, 60 und 90 Tagen durch.

Den meisten Aufwand machen die Schritte 4 und 6: ein Video pro Auto und regelmäßige Beiträge auf vier Kanälen. Für diese Arbeit empfehlen wir A21 Social, den Herausgeber dieses Blogs. A21 Social erstellt per KI aus den Fotos und Daten Ihrer Inserate kurze Hochformat-Videos und veröffentlicht sie automatisch auf Instagram, Facebook, TikTok und YouTube. Sie müssen weder drehen noch schneiden und brauchen dafür keine Agentur.

Jedes Video kann zusätzlich auf Ihrem YouTube-Kanal erscheinen und lässt sich dann im mobile.de-Inserat verlinken. Beginnen Sie mit den Fahrzeugen, die schon länger als 60 Tage stehen: Diese erhalten zuerst ein Video und einen neuen Social-Media-Beitrag.

Häufige Fehler, die Standzeiten verlängern

Standzeiten verlängern sich, wenn Preis, Inserat oder Fristen dem Zufall überlassen werden. Jeden der folgenden Fehler können Sie sofort abstellen:

  • Den Preis erst prüfen, wenn das Auto schon seit Wochen steht.
  • Weniger als die empfohlenen 25 Fotos einstellen oder unscharfe Bilder verwenden, obwohl die Bildqualität 40 Prozent des Qualitäts-Checks ausmacht.
  • Beschreibungen mit deutlich weniger als 1.000 Zeichen verfassen und die Ausstattung nicht über die FIN ergänzen.
  • Anfragen über WhatsApp oder die Plattformen bis zum nächsten Tag liegen lassen.
  • Auf Social Media nur Neuwagen oder Aktionen zeigen und den Gebrauchtwagenbestand außen vor lassen.
  • Fahrzeuge länger als 90 Tage im Bestand halten, ohne über Preis oder Händlerverkauf zu entscheiden.
  • Sich auf Ratgeber mit veralteten Zahlen verlassen: Die Kosten pro Standtag lagen im Oktober 2024 bei 30 Euro und im Juni 2026 bei rund 25 Euro.

Woran Sie erkennen, dass es funktioniert

Der Plan wirkt, wenn Ihre durchschnittlichen Standtage und der Anteil der Fahrzeuge mit mehr als 90 Standtagen sinken, während Aufrufe und Anfragen je Inserat steigen. Prüfen Sie das nach 30 und nach 90 Tagen in den Statistiken Ihrer Händlerbereiche bei mobile.de und AutoScout24.

Kennzahl Wo Sie messen Wann Vergleichswert
Wert im Qualitäts-Check Händlerbereich von mobile.de sofort nach dem Einstellen bis zu 100 Prozent möglich
Aufrufe je Inserat Statistik im Händlerbereich von mobile.de und AutoScout24 nach 30 Tagen Ihre Werte vor dem Start
Anfragen je Fahrzeug Händlerbereiche, E-Mail, WhatsApp nach 30 Tagen Ihre Werte vor dem Start
Durchschnittliche Standtage Ihre Bestandsliste nach 90 Tagen 81, 93 und 97 Tage laut DAT
Anteil über 90 Tage Ihre Bestandsliste nach 90 Tagen fast 30 % laut DAT

Notieren Sie alle Werte vor dem Start, sonst fehlt Ihnen später der Vergleich. Liegen Ihre Standtage nach 90 Tagen unter dem DAT-Durchschnitt für die jeweilige Antriebsart, wirkt der Plan.

Unsere Empfehlung: Testen Sie A21 Social mit Ihren aktuellen Langstehern, und lassen Sie für jedes Fahrzeug ein Video erstellen und veröffentlichen. Die Tarife kosten monatlich zzgl. MwSt.: Starter 29 €, Pro 79 €, Enterprise 149 €. Alle Details finden Sie auf der Preisseite von A21 Social.

Was kostet Sie ein Standtag?

Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Der Rechner läuft in Ihrem Browser, es wird nichts übertragen.

Kosten pro Tag
20 €
Kosten bisher
1.198 €
Jeder weitere Monat
599 €

Beispielwerte zum Start, ersetzen Sie sie durch Ihre eigenen.

Schneller verkaufen: A21 Social macht aus jedem Auto ein Video und postet es für Sie.

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Häufige Fragen

Wie viele Standtage hat ein Gebrauchtwagen im Durchschnitt?

Laut DAT-Barometer vom Juni 2026 stehen Gebrauchtwagen mit Verbrennungsmotor im Schnitt 81 Tage beim Händler. Elektroautos kommen auf 93 Tage, Plug-in-Hybride auf 97 Tage. Die Werte beruhen auf einer Befragung von 255 Automobilhändlern im Mai 2026.

Ab wie vielen Tagen gilt ein Gebrauchtwagen als Langsteher?

Das DAT-Barometer vom Juni 2026 wertet Gebrauchtwagen, die länger als 90 Tage stehen, als Risikobestand. Das betrifft laut DAT fast 30 % aller Gebrauchtwagen. Legen Sie Ihre letzte Frist für Preis- oder Verkaufsentscheidungen deshalb auf 90 Tage.

Wie viele Fotos sollte ein Inserat auf mobile.de haben?

mobile.de empfiehlt für den Qualitäts-Check mindestens 25 Fahrzeugfotos. Die Anzahl der Bilder fließt mit 20 Prozent in die Bewertung ein, die Bildqualität mit 40 Prozent. Bei AutoScout24 können Händler in allen Inseratstypen 50 Fahrzeugbilder kostenlos hochladen.

Wie funktioniert der Qualitäts-Check bei mobile.de?

Der Qualitäts-Check bewertet jedes Händlerinserat mit einem Wert von bis zu 100 Prozent. Dieser setzt sich aus Bildqualität (40 Prozent), Fahrzeugattributen (30 Prozent), Anzahl der Bilder (20 Prozent) und Länge der Beschreibung (10 Prozent) zusammen. Seit dem 2. Februar 2026 steht der Check im Händlerbereich in allen Händlerpaketen ohne Zusatzkosten zur Verfügung.

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